Kommissionierverfahren

Wenn in einem Unternehmen viele schwere Lasten verlagert werden müssen, so stellt ein integrierter Hebekrankommiesierung eine echte Erleichterung dar. Die üblich eingesetzten Schwer- und Hallenkräne werden dann nämlich nicht mehr benötigt, sodass während der Kommissionierung viel Zeit eingespart werden kann, was wiederum die Effizienz steigert. Wenn es um die Kommissionierung geht, so gibt es ganz verschiedene Verfahren, die je nach Unternehmen und Anforderungen eingesetzt werden.

Das Pick by Light Verfahren ist beispielsweise ein Kommissionierverfahren, bei dem keine Pickliste benötigt wird, sondern die zu entnehmenden Mengen und Produkte über eine Fachanzeige, die sich direkt am Entnahmefach befindet, angezeigt wird. Sobald sich der Lagerbestand ändert, wird dem Mitarbeiter diese Information über die Leuchte angezeigt. Häufig werden numerische Anzeigen verwendet, um die genaue Entnahmemenge aufzuzeigen. Sinnvoll sind außerdem Korrekturtasten, falls der Mitarbeiter mal eine falsche Menge eingibt. Oftmals befinden sich auch noch weitere Tasten für spezielle Funktionen an den Geräten.

Neben dem Pick by Light- gibt es auch noch das Put to Light Verfahren, bei dem der zu kommissionierende Artikel nur im System abgelagert aber nicht entnommen wird. Beide Verfahren tragen zur Effizienzsteigerung bei und werden oftmals auch in Kombination verwendet. Die erst beschriebene Variante wird vor allem dann eingesetzt, wenn die Mitarbeiter eher kurze Laufwege haben aber einer hohen Pickfrequenz standhalten müssen. Es werden oftmals standardisierte Fahrzeuge und ein integrierter Hebekran verwendet. Die Bedienführung wird meistens mit WLAN ausgestattet, um die Kommunikation zu vereinfachen. Oft wird eine Software eingesetzt, die bestimmte Aufträge erst bündelt und dann an den Mitarbeiter weiterleitet. Im weiteren Verlauf wird das System die Kundenaufträge dann an den Fächern miteinander verheiraten. Mit einem automatisierten Fahrzeug wird der Mitarbeiter dann einfach über die Bedienführung von einem Regel ans nächste geleitet. Das anzusteuernde Ablagefach wird immer von der Fachanzeige am Fahrzeug angezeigt. Das alles erleichtert den Vorgang um ein Vielfaches, sodass die Arbeit viel schneller ausgeführt werden kann. Bei einer wegoptimierten Fahrt kann demnach nicht nur ein Auftrag, sondern gleich mehrere abgearbeitet werden. Je nach Produktvolumen ist die genaue Auftragszahl variabel. Das übergeordnete System stellt demnach eine wichtige Komponente während der Kommissionierung dar. Die Auftragsdaten müssen sehr schnell übertragen und sortiert werden. Des Weiteren sind Korrekturen und Quittungen wichtige Komponenten, die ebenfalls schnell vom System aufgenommen werden müssen, um saubere Abläufe ermöglichen zu können. Moderne Systeme werden sich direkt an das Verwaltungssystem zurückmelden und auch Korrekturen bei einem Fehlbestand übertragen. Damit wird sich die Suchzeit verringern und auch Pickfehler gehören größtenteils der Vergangenheit an. Waren werden nicht mehr so oft oder gar nicht mehr übersehen, was sich positiv auf die gesamte Kommissionierleistung auswirkt.

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